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Welche Schmuckstempel gibt es?

Auf Schmuckstücken aus Gold, Silber und anderen Metallen finden sich sehr oft kleine Schmuckstempel, die eventuell auch um ein weiteres Motiv ergänzt wurden. Bei diesen Zahlen handelt es sich um Angaben zum Feingehalt des jeweiligen Materials. Die Angaben zum Feingehalt werden in Tausendstel angegeben. Auf Schmuckstücken aus Gold kann der Gehalt beispielsweise mit 333, 555 oder auch 999 angegeben sein. Die aufgebrachten Zahlen bzw. Motive werden in der Fachsprache als Punzierungen bezeichnet.

Früher wurde der Goldgehalt übrigens mit Karat angegeben. Dies änderte sich erst durch das 1884 erlassene Stempelgesetz.

Die Stempelung selbst wird mit sogenannten Punziereisen vorgenommen. Diese prägen in das Metall das vorgesehene Muster bzw. die entsprechende Ziffernfolge ein. Durch den Stempel wird ersichtlich, wie hoch der Anteil des Stoffes ist, der mengenmäßig am meisten enthalten ist.

Deutsche Regelung unterscheidet sich teilweise von europäischen Vorgaben

Für die BRD gelten Regelungen zur Stempelung des Gold- und des Silberschmucks. Auf Gegenständen aus Palladium oder Platin muss beispielsweise kein Feingehalt angegeben werden. Schon seit 1888 gab es ein Zeichen für Silber. Dieses besteht aus einem Halbmond, rechts neben diesem befindet sich eine Krone. Der Halbmond steht hier für das Edelmetall Silber, während die Krone die Reichskrone symbolisiert. Neben diesem Zeichen wurde der Feingehalt punziert.

Heutzutage werden Halbmond und Krone nicht mehr auf Silber punziert. Auf alten Gebrauchsgegenständen, beispielsweise auf Besteck oder geerbtem Silberschmuck sind sie aber auch heute noch zu entdecken. Heutzutage wird Silber unter anderem mit den Punzierungen 925 (Sterling Silber) bzw. 970 (Emaille Silber) versehen. Der Silbergehalt würde in diesen Fällen bei 92,5 bzw. 97,0 Prozent liegen.

Manche hier in Deutschland gebräuchlichen Punzierungen sind im Ausland ungebräuchlich bzw. sogar verboten. So ist beispielsweise eine 333er Gold-Punze außer in Deutschland nur in Italien und Griechenland gestattet. Andernorts gilt diese Legierung als minderwertig. Hier werden erst Gegenstände, die einen Feingehalt von mindestens 375/000 aufweisen, als Gold bezeichnet. In der Schweiz kommt statt der 333er Punze die Bezeichnung „GAM“ auf das Metall. Die Abkürzung GAM steht für Garantiemetall.

Wer dazu berechtigt ist, eine Punze auf einen Schmuck- oder anderen Gegenstand aufzubringen, ist in der Regel gesetzlich festgelegt.

Wie wird die Gravur eingebracht?

Früher wurde die Gravur von einem Stahlgraveur vorgenommen. Mittlerweile erfolgt dieser Arbeitsschritt maschinell, beispielsweise durch den Einsatz einer Fräse, eines Lasers oder auch durch „Funkenerodieren“. Die neue Technik macht es möglich, nahezu alles in das Schmuckstück einzugravieren, sofern genügend Platz vorhanden ist. So könnte sich beispielsweise das Brautpaar die Unterschriften beider Partner in die Ringe eingravieren lassen. Auf vorgegebene Buchstabenformen muss jetzt nicht mehr unbedingt zurückgegriffen werden.

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