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Was bedeutet der Stempel 90 auf einem Silberbesteck?

Silberbesteck wird schon seit vielen Jahrzehnten - wenn nicht gar einigen Jahrhunderten - verwendet. Mancherorts wird es von Generation zu Generation weitervererbt und beispielsweise bei festlichen Anlässen der Tisch damit eingedeckt. Aber auch für den alltäglichen Gebrauch kann älteres Besteck selbstverständlich verwendet werden. Sicher hat dabei schon mancher die eingeprägte Zahl 90 auf Messer, Gabel oder Löffel entdeckt und sich die Frage gestellt, was der Stempel 90 auf einem Silberbesteck bedeutet.

Vergleich zur Vergoldung

Genau wie beider Vergoldung wird auch beim Auftragen des Silbers der Gehalt angegeben. Während man beispielsweise beim 585er-Gold richtigerweise vom 585/1000-Anteil sprechen müsste, liegt der Anteil bei dem Silberbesteck beispielsweise bei 90/1000 Teilen. Dem ist aber nicht so, da das Silber aufgetragen wurde.

Was Informationen beinhaltet der Stempel 90 wirklich?

Wurde der Silberstempel 90 auf das Besteck aufgebracht, bedeutet dies keineswegs, dass pro 1.000 Gramm Material 90 Gramm Silber enthalten sind. Bei der Bedeutung selbst gibt es aber mindestens zwei Varianten, die etwas voneinander abweichen.

Variante 1

Der Silberanteil fällt wesentlich geringer aus, denn das Besteck ist mit 90 Gramm Silber pro 24 Quadratdezimeter Fläche überzogen. Ein Dezimeter entspricht dabei 10 Zentimeter, ein Quadratdezimeter also 10 x 10 Zentimeter. Die 90 Gramm Silber-Anteil bezieht sich allerdings auf 24 Quadratdezimeter, also einer Fläche von knapp 50 x 50 Zentimetern.

Variante 2

Bei der zweiten Variante, die unter anderem in der früheren DDR gebräuchlich war, legt man die Metallmenge von 12 Gabeln und 12 Esslöffeln zu Grunde. Ziert diese der Stempelabdruck 90, so ist davon auszugehen, dass auf die insgesamt 24 Besteckteile 90 Gramm Silber niedergeschlagen bzw. aufgetragen sind. Ist auf einer silbernen Suppenkelle bzw. einem Schöpflöffel ebenfalls der Stempelabdruck 90 vermerkt, so kann davon ausgegangen werden, dass dieser dann die gleiche Dicke aufweist wie das restliche Besteck. Sehr oft gibt ein zweiter Stempel den tatsächlichen Silbergehalt des einzelnen Teils an. Bei kleineren Teilen wie beispielsweise Teelöffeln bzw. Dessertlöffeln und Kuchengabeln wird mit dem zweiten Stempel der Silberanteil angezeigt, der auf einem ganzen Dutzend aufgetragen ist.

Fazit

Wer sich überlegt, das Silberbesteck an einen Sammler oder Altedelmetallhändler veräußern zu wollen, wird für das Silber keinen großen Ertrag erzielen. Natürlich lässt sich nicht abschätzen, welchen Betrag er für das Hauptmaterial bekommen würde. Im Internet gibt es einige Edelmetall-Ankäufer, auf deren Webseite Sie auch die tagesaktuellen Aufkaufpreise für echtes Silberbesteck und versilbertes Tafelbesteck erfahren.

Tipp

Ist das Besteck noch gut in Schuss, so ist es sicher empfehlenswerter, es selbst weiter zu benutzen und so auch eine schöne Tradition zu wahren. Nicht unbedacht bleiben soll natürlich auch, dass die Neuanschaffung eines Bestecks teilweise auch sehr kostspielig sein kann. Ob man gerade beim Besteck immer mit dem Trend der Zeit gehen sollte, bleibt an dieser Stelle natürlich jedem selbst überlassen. Wer das alte Silberbesteck nicht selbst nutzen möchte, hat vielleicht die Möglichkeit, es als Erbstück für die eigenen Kinder aufzubewahren.

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