Kartoffelstempel

In wenigen Schritten einen Kartoffelstempel selber machen

Ein Trick für die Erstellung von
Kartoffelstempel Motiven

Natürlich lassen sich mit freiem Schnitzen aus Kartoffelhälften selbst gestaltete Kartoffelstempel leicht herstellen. Aber Schnitzen ist für die meisten Menschen eine relativ ungewohnte Tätigkeit. Einfache geometrische Formen – Dreiecke, Kreise, Ovale, Vierecke – sind noch recht einfach anzufertigen. Wenn die Motive jedoch komplizierter werden, sieht das schon ganz anders aus. Es gibt jedoch beim Basteln schöner Kartoffelstempelmotive einen Trick, der die Arbeit sehr einfach macht. Gleichzeitig sieht das Ergebnis wirklich klasse aus. Man benötigt Ausstechförmchen vom Backen dazu. Am besten eigenen sich Plätzchenformen aus Blech. Sie haben eine relativ scharfe Unterkante. Außerdem braucht man natürlich eine nicht zu kleine Kartoffel. Die wird so halbiert, dass das gewählte Motiv auf einer Hälfte tatsächlich Platz findet.

Anwendung

Man legt die Plätzchenform dann auf eine feste Unterlage. Die scharfe Blechkante zeigt dabei nach oben. Mit einem festen Druck wird die Kartoffelhälfte nun so auf die Plätzchenform gepresst, dass sie sich fast ganz in die Knolle hineindrückt. Anschließend schneidet man mit einem scharfen Küchenmesser den Bereich der Kartoffel komplett weg, der außerhalb der Plätzchenform liegt. Es empfiehlt sich, das Messer so anzusetzen, dass es etwa in der Mitte am Blechstreifen der Ausstechform außen entlangfährt. Hat man rundum so von der Kartoffel alles weggeschnitten, was stört, zieht man die Form ab. Übrig bleibt die Kartoffelhälfte mit dem erhabenen Stempelmotiv.

Pro / Contra

Der Nachteil der Methode besteht darin, dass die Stempel nur ein paar Tage zu benutzen sind; danach verschrumpelt die Kartoffel und muss weggeworfen werden. Aber solch ein Kartoffelstempel ist ja schnell gemacht. Die Vorteile bei dieser Methode zur Herstellung eines selbstgemachten Stempelmotivs liegen klar auf der Hand: Das Material ist preiswert, leicht zu bearbeiten - und es gibt inzwischen Plätzchenformen zu allen möglichen Themen. Tiere, Buchstaben, jahreszeitliche Motive – in der großen Vielfalt sollte auch das gesuchte Motiv sicher dabei sein. Außerdem: Die Plätzchenform garantiert einen schönen Stempel, ganz egal wie begabt der daran arbeitende Handwerker ist.

Beispiel: Stempel aus Moosgummi

Moosgummi nimmt ebenfalls Druckfarbe an. Deshalb ist auch dieses Material geeignet, um Stempel selbst herzustellen. Allerdings sind die handelsüblichen Moosgummiplatten nur zwei bis drei Millimeter dick. Das ist zu wenig, um sicher stempeln zu können. Die Gefahr, den gesamten Stempel etwas schief zu halten und dann einen Abdruck der Stempelplatte mit abzubilden ist recht groß. Deshalb sollten im ersten Arbeitsschritt zwei oder drei Moosgummiplatten vollflächig miteinander verklebt werden. Bei kniffligen Motiven sind eher zwei Lagen angebracht, bei weniger diffizil auszuschneidenden Motiven drei oder sogar mehr.

Anschließend wird das Motiv auf die zukünftige Stempeloberfläche übertragen. Je nach Grad der Schwierigkeit folgt das Ausschneiden mit einer Schere - bei sehr feinen Silhouetten auch mit dem Federmesser. Danach wird der Stempel auf eine Stempelplatte aufgeklebt. Die kann aus Kunststoff oder Holz ausgesägt werden, der Stempelgriff ebenfalls. Sogar handschriftliche Namensstempel lassen sich mit Kohlepapier aus Moosgummi herausarbeiten – wenn man geschickt genug mit dem Federmesser umgehen kann.

Themenrelevante Begriffe

Do it yourself Stempel


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