Stempelautomaten

Stempelautomaten

Bis vor einigen Jahrzehnten waren in Büros nur Holzstempel im Einsatz, die ein separates Stempelkissen benötigten. In den 1970er Jahren kamen dann die ersten Stempelautomaten auf den Markt, die mit einem integrierten Stempelkissen versehen sind.

Aufbau

Stempelautomaten bestehen unter anderem aus einem Kunststoffgehäuse, einer Stempelplatte - die in der Regel aus Gummi hergestellt wird - und einem integrierten Stempelkissen. Letzteres lässt sich bei Bedarf problemlos austauschen.

Stempelautomaten werden sowohl mit als auch ohne Datumsanzeige angeboten. So lassen sie sich beispielsweise bei der Bearbeitung der Eingangspost, aber auch als Adressstempel, Exlibris Stempel etc. verwenden.

Funktionsweise der Stempelautomaten

Die Textplatte ruht bei Nichtnutzung direkt auf der Oberfläche des Stempelkissens. Wird der Stempel durch Druck auf das Gehäuse ausgelöst, dreht sich die Stempelplatte um 180 Grad und fertigt den Abdruck an der dafür vorgesehenen Stelle. Danach dreht sich die Platte in die Ausgangsposition zurück und wird so erneut mit Stempelfarbe benetzt. Durch nochmaliges Drücken auf das Gehäuse sind weitere Stempelabdrücke in beliebiger Anzahl möglich.

Die integrierten Stempelkissen ermöglichen mehrere Tausend Abdrücke. Bei Bedarf können die Kissen mit neuer Farbe getränkt oder ausgetauscht werden. Werden Spezialkissen - wie beispielsweise für den Mehrfarbenstempel Trodat Multi Color - benötigt, gehört meist ein zweites Kissen zum Lieferumfang des Stempels. Natürlich können sämtliche Kissen unter Angabe des Stempeltypens nachbestellt werden.

Vorteile

Stempelautomaten zeichnen sich durch ihre einfache Handhabung aus. Die integrierten Stempelkissen ermöglichen mehrere Abdrücke binnen kurzer Zeit. Zugleich besteht eine wesentlich geringere Gefahr, dass die Kissen austrocknen, ruht doch die Textplatte bei Nichtnutzung des Stempels direkt obenauf. Dadurch kann es auch zu keinen Verschmutzungen an anderen Dokumenten, Unterlagen etc. kommen, wie es beispielsweise bei Holzstempeln möglich ist.

Stempelautomaten können in verschiedenen Abteilungen - und sogar im Außendienst - genutzt werden. Sie lassen sich unter anderem in einem Fach der Aktentasche oder des Aktenkoffers verstauen.

Nachteile

Diese Stempel besitzen kaum Nachteile. Eventuell wirkt sich der etwas höhere Anschaffungspreis für manchen Interessenten nachteilig aus. Auch das für jeden Stempelautomaten ein eigenes Stempelkissen benötigt wird, was für andere Stempel nicht nutzbar ist, wird vielleicht von einigen Interessenten als nachteilig empfunden.

Nutzungsmöglichkeiten - Stempelautomaten

Stempelautomaten kommen nicht nur im Büro, sondern auch in der Buchhaltung, im Lager und bei der Warenproduktion zum Einsatz. Sind sie mit einer Datums- und Uhrzeitanzeige ausgestattet, so kann mit ihnen beispielsweise auch das genaue Produktions- oder Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Gebindegröße vermerkt werden.

Die meisten Nutzungen erfahren Stempelautomaten aber in Büros. So können sie beispielsweise als

  • Posteingangsstempel,
  • Adressstempel,
  • Absenderstempel,
  • Exlibris Stempel,
  • Rundstempel,
  • Ovalstempel,
  • Mehrfarbstempel,
  • Poststempel,
  • Tabellenstempel,
  • Buchhaltungsstempel und
  • Datumsstempel

verwendet werden. Absenderstempel werden beispielsweise von Unternehmen, Arztpraxen, Behörden und Selbstständigen genutzt, wobei die meisten mittlerweile auf Stempelautomaten zurückgreifen.

Synonyme

Stempelautomaten, Selbstfärbestempel, Selbstfärber, Automatikstempel


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