Prägezange - Prägesiegel

Mit einer Prägezange oder einem Prägesiegel können verschiedenste Materialien verschönert werden. Die Prägung selbst erfolgt durch einen manuellen Druck auf den oberen Hebel der Zange. Die Prägemotive selbst können unterschiedliche Formen aufweisen, angefangen von Buchstaben über geometrische Zeichen bis hin zu Firmenzeichen, Wappen und Vereinslogos ist alles möglich. Die Motive werden mit oder ohne Rand gestaltet.

Aufbau

Prägezangen erinnern in ihrem Aufbau an Heftklammer-Geräte. Sie bestehen aus einem unteren und einem oberen Schenkel aus robustem Metall. Beim Zusammendrücken wird dann in das entsprechende Material das Motiv eingeprägt. Der Haltestempel bei der Schmuckprägezange muss nicht immer glatt sein. Es gibt auch Exemplare mit einer konkaven Ausführung des Halters.

Texte und Logos können beliebig zusammengestellt werden. Dabei entstehen runde, ovale oder eckige Prägemotive mit und ohne Rand. Auch die Prägung von Wappen oder einer Signatur ist mit der Prägezange möglich.

Geeignete Materialien

Für eine Prägung eignen sich unter anderem

  • Papier
  • Karton
  • Schmuck
  • Leder
  • Kunststoff und
  • weitere Materialien.

Papier- und Schmuck-Prägezangen

Diese Modelle für die Papierprägung erzeugen eine Art Relief in Fotos oder Dokumenten. Das Papier wird dadurch veredelt. Bei einigen Dokumenten, beispielsweise Urkunden, wird durch die Prägung eine höhere Fälschungssicherheit erreicht. Für Papier und Pappe sind Tischprägegeräte erhältlich.

Juweliere und Goldschmiede nutzen Schmuckprägezangen, um Meisterzeichen in Schmuckstücke einzuprägen. Außerdem werden solche Zangen verwendet, um Karatangaben auf einen Ring, eine Kette oder anderen Schmuck aufzubringen. Es handelt sich also dann um eine Art Punzierung.

Lederstempel

Beim Lederstempel handelt es sich um einen großflächigen Stempel, der wiegenähnlich geformt ist. Er wird zur Stempelung beziehungsweise Markierung von Leder verwendet. Weiterhin gibt es Motivstempel, die sich zum Verzieren von Lederwaren wie beispielsweise Taschen oder Gürtel eignen.

Lederstempel bestehen entweder aus Messing oder aus stabilem Werkzeugstahl. Will der Nutzer nur Kleinserien herstellen, dann greift er auf Handschlagstempel aus vergütetem Werkzeugstahl zurück. Per Hammerschlag auf den Stempelschaft können Symbole oder ganze Texte in das Leder eingeprägt werden. Sollen größere Auflagen hergestellt werden, müssen die Stempelplatten besonders fest und robust sein, hier ist gehärteter Werkzeugstahl das Material der Wahl. Neben der Bezeichnung Lederstempel haben sich auch die Begriffe Lederprägestempel, Wiegestempel oder Schlagstempel bewährt.

Vorteile

Tischprägezangen sind Platz sparend. Sie erinnern an Tacker oder Heftklammergeräte. Das Prägen ist relativ einfach manuell möglich. Die stabilen Platten ermöglichen viele Prägungen. Es sind verschiedene Materialien als Grundlage für eine Prägung möglich.

Nachteile

Wer viele Prägungen durchführen muss, merkt schnell, dass diese Arbeit anstrengend werden kann. Vorsicht ist geboten wegen der Verletzungsgefahr: Finger oder Teile der Hand können eingeklemmt werden.

Prägezange - Prägesiegel - Nutzungsmöglichkeiten

Prägezangen werden verwendet, um Fotografien, Papier oder Karton zu veredeln. Dies geschieht beispielsweise mittels Firmenlogo und/oder Initialen. Unterlagen können auch durch eine Prägung gegen Fälschung gesichert werden. Mittels Prägestempel können Ledertaschen oder Gürtel mit einem Motiv versehen werden. Es ist auch möglich, Kunststoffstreifen oder Bänder mit einer Schrift zu versehen. Beim Schmuck wird mithilfe der Prägung eine Punzierung hergestellt, also beispielsweise der Karatwert des Schmuckstücks eingeprägt. Ebenfalls prägen manche Juweliere ihr Meisterzeichen auf diese Weise im Schmuck ein.


Synonyme

Papierprägezange, Lederstempel, Prägesiegel, Siegelpresse, Prägestempel, Lederprägestempel, Wiegestempel, Schlagstempel


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