Permastempel

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Holzstempel benötigen Permastempel, die auch als Dauerstempel, Pre-Inkjet oder Flashstempel bezeichnet werden, kein zusätzliches Stempelkissen. Sie sind in nahezu allen Bereichen einsetzbar und ermöglichen bei richtiger Handhabung Tausende von Abdrücken.

Aufbau

Der Begriff Perma bzw. Permanent stammt laut Auskunft des „Duden Universalwörterbuchs“ vom lateinischen Wort permanens ab und steht für dauernd, ununterbrochen, anhaltend und ständig. Bei einem Permastempel handelt es sich somit um einen Dauerstempel.

Herstellung der Stempelplatte

Die Stempelplatte wird aus einem mikroporösem Spezialmaterial hergestellt und ist bereits mit Stempelfarbe getränkt, stellt also bereits das Farbdepot dar. Die jeweiligen Daten werden zuvor mittels Salz-, Gel- oder Vinylschaum-Gummi-Verfahren auf die Stempelplatte aufgebracht oder durch einen Laser eingraviert. Letzteres Verfahren kommt mittlerweile in den meisten Fällen zur Anwendung.

Die Stempelgehäuse inklusive Stempelgriff bestehen zumeist aus Kunststoff. Bereits durch leichten Druck auf den Stempelkopf wird die Stempelplatte auf das Papier gedrückt. Sie schließt nicht ganz plan mit dem Gehäuse ab, sondern ist etwas weiter innenliegend befestigt. Das hat den Vorteil, dass der Stempel passgenau auf dem Dokument aufgesetzt werden kann, bevor der Stempelabdruck erfolgt.

Vorteile

Genau wie Selbstfärber benötigen auch Permastempel kein separates Stempelkissen. Während bei Selbstfärbern ein Stempelkissen integriert ist, wird beim Permastempel eine mit Farbe getränkte Stempelplatte verwendet. Das Austauschen des Stempelkissens entfällt somit. Der Dauerstempel soll mindestens 20.000 Abdrücke ermöglichen, bevor die Stempelfarbe aufgefrischt werden muss. Bei ordnungsgemäßer Handhabung (nicht allzu starkem Druck) sind allerdings auch bis zu 50.000 Abdrücke möglich. Hier kommt es aber nicht nur auf den Druck, sondern auch auf die gewählte Stempelfarbe an. Schwarz ermöglicht wesentlich weniger Abdrücke als dies bei Violett der Fall ist.

Da der Stempel nicht dem Auslösen nicht erst auf das Stempelkissen „zurückfahren“ muss, um neue Farbe aufzunehmen, sind mit Permastempeln Stempelabdrücke in noch kürzerer Zeit möglich.

Nachteile

Das Nachtränken der Stempelplatte kann sich für manchen etwas schwierig gestalten. Zugleich besteht die Gefahr, dass die in der Stempelplatte integrierte Farbe eintrocknet. Auch Verschmutzungen sind bei unsachgemäßer Lagerung oder Aufbewahrung möglich, da die Stempelplatte sich nicht - wie beim Selbstfärber üblich - um 180 Grad dreht und auf dem Stempelkissen aufliegt, sondern weiterhin nach außen zeigt. Deshalb ist es sinnvoll, den Permastempel bei Nichtnutzung in einem Stempelträger bzw. Stempelkarussell einzuhängen und/oder die Stempelplatte mit einer Abdeckung zu versehen, die ein Austrocknen verhindert.

Für das Auffüllen wird zudem eine spezielle Nachtränkfarbe benötigt.

Nutzungsmöglichkeiten

Permastempel sind vor allen Dingen dann vorteilhaft, wenn viele Abdrücke binnen kurzer Zeit benötigt werden. Eine Verwendung ist beispielsweise als

möglich. Leider lassen sie sich allerdings nicht mit einer Datumsangabe kombinieren. In diesem Fall müsste ein zusätzlicher Datumsstempel verwendet werden.

Synonyme

Permastempel, Dauerstempel, Flashstempel, Selbstfärbestempel, Pre-Inkjet,

Quellen

http://www.flexografie.de/ausbildung/dictionary.php?Action=Load&ID=4069
http://www.flexografie.de/ausbildung/dictionary.php?Action=ByTitle&Title=Dauerstempel


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