Inkan Stempel

Unter dem Begriff Inkan versteht man japanische Namensstempel. Diese werden zudem auch als Hanko bezeichnet. Inkan Stempel werden in vielen Fällen als Unterschrift Ersatz verwendet, beispielsweise bei der Eröffnung von Konten, dem Abschluss von Verträgen und dem Verfassen von Vermerken in Unternehmen und Behörden. Für die berufliche Tätigkeit werden meist andere Inkan Stempel verwendet als für private Geschäfte.

Aufbau

Zur Geschichte der Inkan Stempel

Die Geschichte der Inkan bzw. Hanko Stempel reicht mindestens bis ins Jahr 57 nach Christus zurück und kann durch ein heute noch vorhandenes kaiserliches Siegel nachgewiesen werden. Wurden die Stempel später nur von Adeligen genutzt, gingen später auch die Samurai dazu über, eigene Namensstempel anfertigen zu lassen. Als Mitte der 1860er Jahre alle Japaner einen Namen tragen mussten, kamen in allen Bevölkerungsschichten Inkan Stempel in Mode. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten.

Bestandteile des Inkan

Traditionell angefertigte Inkan werden auf das seitliche Ende eines kleinen Blocks, der entweder aus Hartholz, Knochen, Marmor oder Elfenbein besteht, geschnitzt. Sie haben einen Durchmesser von 25 bis 75 Millimetern. Für den Stempelabdruck wird ein separates Stempelkissen, welches in der Regel mit roter Farbe versehen ist, genutzt. In Andenkenläden werden auch Gummistempel aus Kunststoff oder Holz angeboten, diese können aber nicht als offizieller Stempel verwendet werden.

Inkan oder Hanko müssen, sollen sie für offizielle Dokumente genutzt werden, bei der örtlichen Stadtverwaltung registriert werden. Erst wenn die Registratur erfolgreich vorgenommen wurde, können die Stempel zum Abschluss von Verträgen etc. genutzt werden. So ist beispielsweise der Kauf eines Autos, aber auch die Anmietung einer Wohnung, nur mit einem offiziell registrierten Hanko Stempel möglich.

Auch für Unternehmen gibt es Hanko Stempel, die auf offiziellen Dokumenten aufgebracht werden. Innerhalb des Unternehmens zeigt die Größe des Mitarbeiterstempels an, welche Position er innehat. Vorgesetzte nutzen in der Regel einen größeren Stempel als ihre Untergebenen, Männer wiederum größere Modelle als Frauen.

Vorteile

Wer tagtäglich viele Dokumente zu unterzeichnen hat, wird die Vorteile eines Namensstempels zu schätzen wissen. Gerade bei längeren Namen sind sie durchaus von Vorteil. Allerdings sind ihre Einsatzgebiete - zumindest hier im deutschsprachigen Raum - doch sehr eingeschränkt. Auch in Japan lebende Ausländer, die im Besitz einer sogenannten „alien registration card“ sind, dürfen einen solchen Siegelstempel nutzen. Der Namen kann entweder in lateinischer Schrift (Romaji), Katanka, der Silbenschrift Hiragana oder durch chinesische Kanjii-Schriftzeichen in den Block eingearbeitet werden. Dadurch ist es auch Ausländern möglich, Verträge jedweder Art abzuschließen. Selbstverständlich müssen aber auch diese Siegel bei der Stadtverwaltung registriert werden.

Nachteile

Genau wie Banknoten sind auch Hanko Siegel nicht fälschungssicher. Zudem besteht auch die Gefahr, dass ein solches Siegel verloren gehen kann. Wurde der Inkan nicht sicher aufbewahrt, besteht zudem die Gefahr, dass er von Unbefugten genutzt wird.

Inkan Stempel - Nutzungsmöglichkeiten

Inkan Stempel werden in Japan für die Unterzeichnung von Verträgen, beispielsweise beim Kauf oder der Anmietung einer Wohnung, dem Erwerb eines Fahrzeuges, aber auch bei Bankgeschäften und in Unternehmen - benötigt.

Auch für schriftliche Dienstanweisungen innerhalb eines Unternehmens sind sie unentbehrlich.

Zahlreiche weitere Informationen über diese Stempel finden Sie in unserem Stempellexikon, wenn Sie den Begriff Hanko aufrufen.

Synonyme

Inkan, Hanko, Chopstempel, Inkan Stempel, Hanko Stempel, Namensstempel, Siegelstempel, japanischer Stempel

Quellen

http://www.flexografie.de/Dictionary.php4?Action=QuickSearch&str=H
https://de.wikipedia.org/wiki/Hanko_%28Siegel%29


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