Holzstempel mit Textplatte

Holzstempel

Fast jeder hat schon einmal einen Holzstempel in den Händen gehalten. Obwohl es mittlerweile auch Modelle aus Kunststoff gibt, die mit einem integrierten Stempelkissen versehen sind, erfreuen sich die Stempel aus Holz weiterhin großer Beliebtheit. Sie sind sehr einfach in der Handhabung, liegen gut in der Hand und ermöglichen tausende Stempelabdrucke. Auch nach Jahrzehnten sind sie noch nutzbar, sofern der Textinhalt, welcher auf die Gummiplatte aufgebracht wurde, noch aktuell ist.

Aufbau

In den meisten Fällen werden Holzstempel aus Buche gefertigt. Diese hat sich als besonders stabiles und langlebiges Holz erwiesen. Jeder Stempel besteht aus

  • Stempelfuß,
  • Stempelkappe und
  • Textplatte.

Der Stempelfuß und die –kappe werden entweder durch einen Zapfen oder einer Schraube miteinander verbunden. Bei den Stempelgriffen wird dabei zwischen gedrechselten, Kehlleisten, Griffen mit konischem Unterteil und einfachen kleinen Stäbchen unterschieden. Letztere eignen sich beispielsweise für einzelne Buchstaben- oder Ziffernfolgen.

Um die Stempel vor Verschmutzungen oder Beschädigungen zu schützen, werden sie mit einem speziellen Schutzlack (Klarlack) versehen. Dieser verhindert beispielsweise das Eindringen von Wasser und anderen Flüssigkeiten und somit das Aufquellen des Holzes.

Auf der Vorderseite des Stempelfußes ist der entsprechende Textabdruck zu sehen. Dadurch werden beispielsweise Verwechslungen nahezu ausgeschlossen.

Herstellung der Textplatte

In die Textplatte wird der gewünschte Schriftzug eingearbeitet – beispielsweise mittels Lasergravur, die Nutzung der Fotopolymer- oder der Schaumstoffbelichtung. Die Stempelplatte selbst besteht in der Regel aus einem speziellen Gummigemisch, beispielsweise Kautschuk. Der Schriftzug wird übrigens in Spiegelschrift aufgebracht, da nur so ein korrekter Abdruck möglich ist.

Geschichte des Holzstempels

Spätestens seit dem Jahr 1624 sind Holzstempel in Gebrauch. Damals nutzte man sie in Holland als Gebührenstempel, um somit nachzuweisen, dass Zahlungen geleistet wurden. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Nutzung auf viele weitere Bereiche ausgedehnt.

Verschiedene Stempelformen aus Holz

Holzstempel sind in verschiedenen Formen erhältlich. Sie können beispielsweise eine rechteckige, quadratische, aber auch ovale oder runde Form aufweisen. Zudem werden sie in unterschiedlichen Größen angeboten. Neben einzeiligen Textplatten können so durchaus auch sieben- bis achtzeilige Stempelplatten aufgebracht werden. Auch die Einarbeitung von Motiven – beispielsweise des Firmenlogos – in die Stempelplatte ist möglich.

Vorteile

  • Hochwertige Verarbeitung,
  • Klassische Eleganz,
  • Ermöglicht Tausende Stempelabdrucke,
  • Lange Nutzungsdauer (teilweise über Jahrzehnte hinweg, ohne nennenswerte Qualitätseinbußen),
  • Einfache Handhabung,
  • mit jeder Stempelunterlage einsetzbar
  • Mit unterschiedlichen Stempelfarben einsetzbar,
  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten,
  • Verschiedene Materialien bedruckbar (Papier, Textilien, Kartonagen)
  • Aus nachwachsenden Rohstoffen (Holz, Kautschuk) hergestellt.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch, dass Holzstempel unter verschiedensten klimatischen Bedingungen eingesetzt werden können und auch dann noch mit einer langen Nutzungsdauer überzeugen.

Nachteile

Da die Stempelfläche frei zugänglich ist, kann es zu Verschmutzungen anderer Gegenstände kommen. Deshalb sollten Holzstempel, wenn sie nicht genutzt werden, in einem Stempelkarussell eingehenkt werden. Aber auch die Ablage in einer separaten, gegebenenfalls verschließbaren Schachtel ist möglich.

Um einen Stempelabdruck erzeugen zu können, wird nicht nur der entsprechende Stempel, sondern auch ein Stempelkissen benötigt. Bei diesem besteht zudem die Gefahr, dass es eintrocknet. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Stempelfarbe greifbar zu haben, um das Stempelkissen bei Bedarf mit neuer Farbe tränken zu können.

Soll der Stempel beispielsweise während eines Außentermins verwendet werden, ist eine separate Verpackung sinnvoll.

Beim Stempeln ist darauf zu achten, dass die Textplatte gleichmäßig mit Tinte versorgt und der Abdruck mit etwas Kraft in vollem Umfang zu Papier gebracht wird. Um ein optimales Druckergebnis zu erzielen, muss der Stempelkörper gerade bei mehrzeiligen Stempelplatten etwas nach oben und unten abgerollt werden, ohne dabei wegzurutschen.

Ist der Stempelaufdruck nicht mehr aktuell, muss zumindest die Textplatte ausgetauscht werden. In der Regel ist es allerdings kostengünstiger, einen ganz neuen Holzstempel anfertigen zu lassen.

Nutzungsmöglichkeiten - Holzstempel

Aus Holz angefertigte Stempel sind sehr vielseitig einsetzbar. So können sie beispielsweise als

  • Buchungsstempel und Kontierungsstempel,
  • Dienstsiegel,
  • Adressstempel,
  • Absenderstempel,
  • Alphabetstempel,
  • Bienchenstempel und Motivstempel,
  • Kindergartenstempel,
  • Vereinsstempel,
  • Exlibris Stempel,
  • IBAN- und BIC-Stempel sowie
  • Bürostempel

zum Einsatz kommen.

Bürostempel können beispielsweise Vermerke wie „Eilt“, „Abschrift“, „Original“, „Vertraulich“, „Wiedervorlage am …“, „Kopie“, „Lieferschein inliegend“ und „Warensendung“ und „Persönlich“ tragen.

Dienstsiegel werden nur an einen bestimmten, genau festgelegten Personenkreis ausgegeben und dürfen auch nur von diesem genutzt werden. Absender- und Adressstempel werden nicht nur in Behörden und Unternehmen, sondern auch von vielen Privatpersonen genutzt. Hier geht allerdings die Tendenz zum Selbstfärbestempel, ist dieser doch nicht nur handlich und kompakt, sondern ermöglicht durch das integrierte Stempelkissen viele Abdrücke von gleichbleibender Qualität, und dies in kürzester Zeit.

Synonyme

Holzstempel, Stempel aus Holz, Adressstempel, Absenderstempel, indische Holzstempel, Bürostempel, Buchhaltungsstempel

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