Handrollpostfreistempel

Handrollpostfreistempel kommen als Alternative zu Freistempelautomaten zum Einsatz. Sie dienen in zahlreichen Behörden und Firmen zur Freimachung von Postgut. Diese Firmen sollten ein entsprechend großes Postaufkommen haben, damit sich die Anschaffung eines Handrollpostfreistempels lohnt. Die Nutzung von Briefmarken wird durch diese Frankierungsarten weitgehend ersetzt.

Aufbau

Der Handrollpostfreistempel besteht aus einem Kunststoffgriff und Farb- sowie Textwalzen aus Kunststoff oder Gummi. Ebenfalls hat der Handrollstempel eine Grundplatte aus Kunststoff. Sie kann auch in Verbindung mit passenden Gummitypen verwendet werden. Ebenfalls ist Stempelfarbe im Handrollpostfreistempel integriert. Die Walzen werden von Metallaufhängungen gehalten.

Die Farbwalze ist im Original nicht mit Farbe getränkt, wobei die Stempelfarbe während der Benutzung aufgebracht und an die Textwalze weitergegeben wird. Bei jedem Abrollvorgang wird die Stempelplatte neu eingefärbt.

Mit dieser Stempelvariante können nicht nur Briefe, sondern auch Pakete oder Paletten sowie Verpackungsfolien beschriftet werden können. Es stehen zweierlei Druckformen zur Auswahl. Beim Endlosdruck kann der Stempel unbegrenzt abgerollt werden, die Stempelabdrücke werden ohne Unterbrechung auf das Papier aufgebracht. Dies ist bei Nutzkennzeichnungen von Vorteil, wie „Vorsicht Glas!“ oder „Hier oben“.

Warum Handrollpostfreistempel?

Normalerweise ist es nicht viel Aufwand, Briefe mithilfe von Postwertzeichen, also Briefmarken, freizumachen. Doch wenn ein Unternehmen eine große Menge an Briefsendungen verschicken will, kann das Frankieren mit der Briefmarke zu umständlich sein. Es muss jede Briefmarke einzeln aus einem Bogen getrennt oder von einer Rolle entfernt werden. Anschließend wird sie auf die Postsendung auf der dafür vorgesehenen Stelle aufgeklebt.

Handrollpostfreistempel erleichtern und beschleunigen diese Arbeiten. Gut 75 Prozent Arbeitszeit lassen sich auf diese Weise einsparen. So wird die Abwicklung im Postausgang für Firmen und Behörden deutlich effizienter. Zudem profitieren die Unternehmen bei größeren Postmengen von Versandrabatten, sodass sie für jedes einzelne Briefgut weniger zahlen müssen.

Vorteile

Der größte Vorteil des Handrollpostfreistempels ist die enorme Einsparung an Arbeitszeit, die sich gegenüber der Frankatur mittels Briefmarke um etwa 75 Prozent reduziert.  Als Freimarkenstempler sind die Poststempel vielseitig einsetzbar und werden längst nicht mehr nur in Postämtern, sondern auch in Behörden und Unternehmen mit großem Postaufkommen verwendet. Durch die mehrfach verstellbaren Portokosten ist ein Handrollpostfreistempel flexibel.

Im Vergleich zu einem Stempelautomaten, der die Frankierung der Postsendungen übernimmt, ist diese Variante eindeutig die preisgünstigere. Es müssen auch nicht immer die passenden Briefmarken zur Hand sein; diese werden durch einen Freistempler wie den Handrollpostfreistempel vollständig ersetzt. Neben dem Datum können Werbeangaben zur Firma, Angebote, der Absendeort et cetera angeführt werden. Solche Wünsche sind bereits bei der Herstellung zu berücksichtigen. Obwohl der Handrollpostfreistempel sehr kompakt wirkt, ist er in der Handhabung recht einfach.

Farb- und Druckwalze lassen sich bei Bedarf auswechseln. Als Ersatzteile sind sie auch einzeln erhältlich. So können einfach Texte ausgetauscht werden, das Arbeitstempo ist effizienter. Obwohl die Stempel relativ leicht wirken, sind sie doch stabil und robust.

Nachteile

Der Handrollpostfreistempel ist vergleichsweise teuer. Durch die verschiedenen Bauteile kann er ziemlich störanfällig sein. Wenn der Rücklauf nicht richtig funktioniert, kommt es zu Fehldrucken.

Nutzungsmöglichkeiten - Handrollpostfreistempel

Postkunden nutzen den Handrollpostfreistempel, der zu den sogenannten Freimarkenstemplern gehört, schon lange. Doch auch in den Behörden und Firmen hat sich die maschinelle Freistempelung bewährt. Dort laufen täglich riesige Mengen an Post durch die Poststellen, die das Frankieren vornehmen muss.  

Neben den Frankierstempeln sind auch Einschreibefreistempel, Paketfreistempel und Nutzungsstempel im Einsatz. Zu Letzteren zählen „Vorsicht Glas“ oder „Bitte nicht knicken“.  Auch dabei handelt es sich um Handrollstempel, wobei diese nicht als Postfreistempel dienen.

Auf zahlreichen Briefen sieht der Empfänger, wenn dieser mit einem Handrollpostfreistempel freigemacht wurde, denn es sind häufig der Firmenname, Hinweise auf besondere Angebote oder andere Highlights mit aufgestempelt. Die Stempel werden auf die jeweiligen Firmen, Behörden und Einrichtungen individualisiert. Deshalb sind sie vielseitig einsetzbar. Kurz gesagt, finden sie sich überall da, wo große Mengen Ausgangspost zu frankieren sind.

Synonyme

Handrollpostfreistempel, Freistempel, Handrollstempel, Handrollpoststempel, Entwerterstempel

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