Gummiklischee

Bei den Gummiklischees handelt es sich um eine flexible Druckplatte, die für den Flexodruck benötigt wird. Der Begriff Klischee stammt vom französischen Wort Cliché ab, was ins Deutsche übersetzt für „Abklatsch“ steht. Bei Druckverfahren wird der Probeabzug als Abklatsch angesehen, daher rührt auch die Bezeichnung Gummi- respektive Flexoklischee.

Aufbau

Das Gummiklischee besteht aus Naturkautschuk, welches in Plattenformen unterschiedlicher Größe gegossen wurde. Die Bearbeitung der Gummiplatte erfolgt heutzutage mittels Lasergravur. Nach dem Eingravieren wird das Klischee auf einen Druckzylinder gespannt.

Was versteht man unter Gummiklischees?

Wie bereits erwähnt, stammt das Wort aus dem Französischen und ist dem Buch-und Zeitungsdruck zuzuordnen. Aber auch die kleinen Stempelplatten können durchaus als kleines Gummiklischee angesehen werden, bestehen diese doch aus dem gleichen Grundmaterial – dem Naturkautschuk.

Nutzte man früher in der Hauptsache Zink- oder Kupferklischees, um das Abdrucken vieler Bücher, Zeitungen und Flugblätter zu ermöglichen, setzten sich im Laufe der Zeit Flexoklischees aus Photopolymer beziehungsweise Naturkautschuk (Gummi) durch.

Anwendungsmöglichkeiten - Gummiklischee

Die Klischees werden für den Flexodruck benötigt. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Rollenrotationsverfahren, welches beispielsweise das Bedrucken von Alufolie, Polyethylen oder anderen, porenfreien Materialien ermöglicht.

Die Herstellung eines Gummiklischees

Die Platte des aus Gummi gefertigten Klischees wird mittels Laserstrahl bearbeitet. Dieser arbeitet die vorgesehenen Schriftzüge aus dem Material heraus, indem er die nichtdruckenden Bereiche entfernt. Ist das Gummiklischee fertig, wird es mittels beidseitigem Klebeband auf dem Druckzylinder der Druckmaschine fixiert.

Vorteile

Gummiklischees können in vielen Bereichen eingesetzt werden. So lassen sich nicht nur Schriftstücke und andere Publikationen binnen kürzester Zeit in großer Stückzahl anfertigen, sondern auch viele weitere Gegenstände, die im täglichen Leben kaum wegzudenken sind.

Nicht nur in der Industrie, sondern auch im privaten Bereich liegen Flexoklischees voll im Trend. So werden beispielsweise sämtliche Holzstempel mit einer Stempelplatte versehen, die auch als Gummiklischee bezeichnet werden kann.

Nachteile

Generell ist es möglich, dass Flexo- beziehungsweise Gummiklischees nur einmal verwendet werden können. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn sie über einen langen Zeitraum genutzt werden und ein entsprechender Abrieb zu verzeichnen ist.

Wird die Platte mittels Alkohol gereinigt oder die überflüssigen Bestandteile mit Alkohol entfernt, kann dies negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Mit einer optimalen Beseitigung der Abfälle lassen sich diese Probleme vermeiden.

Um den Materialeinsatz so gering wie nötig zu halten, ist es ratsam, nicht mehr verwendete Gummiklischees einer Wiederaufbereitung oder Weiterverarbeitung zuzuführen. Das schont sowohl die Umwelt, sorgt aber zugleich auch für einen niedrigeren Verbrauch natürlicher Ressourcen.

Nutzungsmöglichkeiten

Das Flexodruckverfahren ist heutzutage aus dem beruflichen, aber auch aus dem privaten Umfeld nicht mehr wegzudenken. So möchte beispielsweise fast jeder wissen, wie lange ein Lebensmittel haltbar ist, welche Bestandteile es enthält und wie groß das Gebinde ausfällt. Solche Informationen werden unter anderem mithilfe des Flexodruckes auf der Umverpackung aufgebracht.

Auch bei der Produktion von Schildern kommen Gummiklischees zum Einsatz. So werden mit ihnen beispielsweise

  • Verkehrsschilder,
  • Warnschilder und
  • Bauschilder

unterschiedlichster Ausführung in verschiedensten Stückzahlen hergestellt. Ist beispielsweise die Anfertigung eines örtlichen Umleitungsschildes notwendig, kommt hier das Gummiklischee genauso zum Einsatz wie bei der Herstellung von Standardverkehrszeichen, die in wesentlich größerer Stückzahl benötigt werden.

Synonyme

Gummiklischee, Flexoklischee, Flexografie, Cliché, Gummiplatte, Flexodruck, Flexodruckplatte, Flexograf


« Stempel