Glasätztinte

Glasätztinte besteht unter anderem aus Bariumsulfat und Flusssäure. Da Letztere bei unsachgemäßem Einsatz zu schwerwiegenden Verletzungen führen kann, ist der Verkauf von Glasätztinte an Privatpersonen in Deutschland untersagt. Nur bei der industriellen Fertigung, die unter Einhaltung verschiedenster Maßnahmen erfolgen dar, kommt diese Substanz noch zum Einsatz. Sie dient unter anderem der Aufprägung von Schriften in das Glas, wie man es beispielsweise von Fahrzeugscheiben her kennt.

Aufbau

Bestandteile des Glasätztinte

Wie bereits erwähnt, besteht Glasätztinte aus Bariumsulfat und Flusssäure. Da vor allem Letztere stark ätzende Eigenschaften aufweist und die Gefahr von Verätzungen – teilweise bis auf die Knochen – sehr groß ist, ist der Verkauf dieser Tinte in Deutschland verboten. Im Handel erhältlich sind allerdings Glasätztinte Pens der Marke Glasotan, welche beispielsweise für das kunstvolle Verzieren von Spiegeln, Fahrzeugscheiben und Brillengläsern geeignet ist. Allerdings müssen beim Aufbringen eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen genauestens beachtet werden, auf die in der beiliegenden Produktbeschreibung detailliert hingewiesen wird.

Als Alternativen zum Einsatz von Glasätztinte sind die

  • Behandlung mittels Sandstrahlen,
  • Verwendung von Glasätzliquid, Glasätzpaste oder Glasätzcreme,
  • Lasergravur und
  • Das Aufziehen spezieller Folien

anzusehen. Diese gehen mit wesentlich geringeren gesundheitlichen Beeinträchtigungen einher, sofern bei der Verwendung von Glasätzliquid, -paste und –creme die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Aber auch hier sind die Verletzungsfolgen in der Regel als wesentlich geringer anzusehen als beim Einsatz von Glasätztinte.

Bis der Verkauf dieser Tinte an private Haushalte verboten wurde, kamen zum Auftragen des Musters Stempelplatten mit speziellen Gummibeschichtungen – beispielsweise Naturkautschuk - zum Einsatz. 

Vorteile

Glasätztinte ermöglicht das Aufbringen feinster Verzierungen, beispielsweise auf Fensterscheiben, Brillengläsern und Spiegeln. Auf Windschutzscheiben kann beispielsweise das Kfz-Kennzeichen vermerkt werden.

Besonders die Glasätzpins mit einer Füllmenge von 30 ml ermöglichen ein sehr feines Herausarbeiten von Konturen, Zeichnungen und dergleichen mehr. Deshalb greifen einige Künstler auf diese Technik zurück.

Nachteile

Bei der Verwendung von Glasätztinte sind zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Die Gefahr von Verätzungen ist beim Einsatz dieser Tinte besonders groß, weshalb sich der Gesetzgeber dazu entschieden hat, den Verkauf an Privatpersonen zu verbieten. Durch unsachgemäße Verwendung des Materials kann es zu schweren gesundheitlichen Schäden, beispielsweise großflächigen Verätzungen kommen. Generell müssen Glasätztinte, Glasätzliquid, -paste und –creme so aufgebewahrt und weggeschlossen werden, dass sie nicht in die Hände Unbefugter gelangen können.

Wer mit diesen Materialien arbeitet, muss zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen treffen. So müssen beispielsweise

  • Die zu bearbeitende Fläche mit Glasreiniger gründlich gesäubert,
  • Die Räumlichkeiten während der Verwendung der ätzenden Tinte belüftet,
  • Schutzkleidung (Gummihandschuhe, gegebenenfalls Spezialanzug, Schutzbrille) getragen und
  • Nach der Verwendung die genutzten Materialien (Stempel, Werkstück) gründlich mit Wasser gesäubert werden.

Erst nach Verrichtung dieser Tätigkeiten darf die Schutzkleidung wieder abgelegt werden.

Glasätztinte - Nutzungsmöglichkeiten

Glasätztinte findet beispielsweise bei der industriellen Kennzeichnung von Fenster- und Fahrzeugscheiben, aber auch bei der Verzierung von Gläsern Verwendung. Spezielle Vorlagen können auch zur Verzierung eigener Spiegel, Brillengläser und dergleichen mehr genutzt werden.

Als Alternativen zum Einsatz von Glasätztinte kommen unter anderem die Lasergravur, die Behandlung mittels Sandstrahlen und der Einsatz von Glasätzliquid, -creme oder –paste infrage. 

Synonyme

Glasätzliquid, Glasätztinte, Glasätzpaste, Glasätzcreme, Flusssäure, Pigmentstempelfarbe, Bariumsulfat, Sicherheitsvorkehrungen, Lasergravur, Säurefeste Stempel


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