Frankierwelle - Frankiervermerk

Im Jahr 2009 wurde für den Versand spezifischer Postsendungen die Frankierwelle anstelle des Vermerks „Entgelt bezahlt“ eingeführt. Der alte Vermerk darf seitdem nicht mehr aufgedruckt werden.

Aufbau

Der Frankiervermerk, dessen Teil die Frankierwelle ist, besteht zudem noch aus einem symbolisierten Posthorn, den Angaben zur Sendung (beispielsweise Infopost, Pressesendung etc.) und dem Hinweis „Ein Service der Deutschen Post“.  Diese Angaben müssen im rechten oberen Bereich der Vorderseite des Briefumschlages aufgedruckt werden.

Eine Alternative stellt der verkürzte Frankiervermerk dar. Dieser wird direkt auf dem Anschreiben aufgedruckt und besteht aus den Vermerken „Deutsche Post“ mit dem Symbol des Posthornes und den Angaben zur Sendungsart (Infopost, Postwurfspezial etc.).  In diesem Fall muss der Bereich des Briefumschlages, welcher sonst für die Frankierwelle vorgesehen ist, frei bleiben.

Werden die Briefe mit einem Matrixcode frankiert, der im Anschriftenfeld erscheint, sind individuelle Gestaltungsmöglichkeiten der Frankierwelle möglich.

Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

Die Grafik der Frankierwelle selbst wird von der Deutschen Post AG vorgegeben und kann dort online angefordert werden.

Es ist zudem möglich, die Frankierwelle um ein individuelles Motiv zu ergänzen. Dieses muss sich aber farblich deutlich vom Kuvert abheben und darf beispielsweise keine Zahlen enthalten. Durch die Zahlen käme sonst der Eindruck auf, dass es sich um echte Briefmarken handeln würde.

Durch die individuellen Motive können Sie beispielsweise noch einmal explizit auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen, eine Werbebotschaft vermitteln und dergleichen mehr.

Art der Postsendung

Frankierwellen können auf folgenden Postsendungen aufgebracht werden:

National

  • Infopost,
  • Postwurf,
  • Postwurfspezial,
  • Pressepost und
  • Streifbandzeitung.

International

  • Infopost,
  • Presse und Buch sowie
  • Brief zum Kilotarif.

Vorteile

Durch die Nutzung des Frankiervermerkes sind verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Die Grafik der Frankierwelle selbst ist aber urheberrechtlich geschützt und darf nur in der vorgegebenen Art und Weise verwendet werden.

Durch die Selbstfrankierung der Sendungen profitieren Unternehmen - besonders bei der Einlieferung größerer Postmengen - von günstigeren Konditionen. Dafür müssen sie aber nicht nur das Frankieren, sondern auch das Sortieren der Umschläge nach der PLZ - und hier in auf- oder absteigender Reihenfolge - selbst übernehmen.

Im individuellen Frankiervermerk können auch Werbebotschaften des Unternehmens platziert werden. So erzielen Sie beim Empfänger eine größere Aufmerksamkeit.

Nachteile

Das Aufbringen der Frankierwelle respektive des Frankiervermerkes ist erst bei größeren Versandmengen rentabel. Schließlich entstehen auch höhere Druckkosten für das Aufbringen der Frankierwelle und der zusätzlichen Grafik. Zudem ist die Frankierwelle auch nur für einige Postsendungsarten nutzbar. Für den Versand von Rechnungen, individuellen Angeboten, Behördenpost etc. kann sie nicht genutzt werden, wird hier doch kaum eine Auflage von gleichzeitig 4.000 oder mehr Sendungen erreicht. Viele Unternehmen entscheiden sich in solch einem Fall für eine Datenfreimachung DV mit integriertem Matrixcode, der auf dem Schriftstück selbst aufgebracht wird. Natürlich müssen die Postsendungen dann in einem Fensterbriefumschlag verschickt werden.

Frankierwelle - Nutzungsmöglichkeiten

Die Frankierwelle wird vor allem für den Versand von

  • Infopost,
  • Streifbandzeitungen,
  • Presseerzeugnissen und
  • Postwurf sowie Postwurfspezial Sendungen

genutzt. Hierbei handelt es sich um Sendungen mit gleichem Inhalt, bei denen nur die Anschrift des Empfängers sowie dessen Anrede ausgetauscht werden darf. Alle anderen Informationen müssen gleich bleiben. Für den Versand der normalen Ausgangspost von Unternehmen ist eine Freimachung mittels Frankierwelle nicht möglich.

Synonyme

Frankierwelle, Frankiervermerk, Infopoststempel, Posthorn, Deutsche Post, Freimachung, Infobrief

Quellen

https://www.deutschepost.de/de/f/frankierwelle.html


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