Flexodruckplatte

Flexodruckplatten kommen beispielsweise bei der Bedruckung von Textilien, aber auch von Eiern, in Abfüllanlagen, Lampen, Transistoren und dergleichen mehr zum Einsatz. Sie sind heutzutage nahezu aus allen Produktionszweigen, in denen Produkte gekennzeichnet werden müssen, nicht mehr wegzudenken.

Techniken

Die Flexodruckplatten bestehen entweder aus einem speziellen Gummi oder aus Fotopolymerklischee. Insgesamt wird zwischen drei Arten der Plattenbearbeitung unterschieden:

  • Vulkanisation,
  • Fotopolymerisation und
  • Lasergravur.

Vulkanisation

Bei diesem Verfahren wird aus Gummi unter Zuhilfenahme einer Vulkanisierpresse ein Druckbild erzeugt. Während des Herstellungsprozesses wird eine spezielle Hochdruckplatte nachgeformt.

Fotopolymerisation

Bei der Fotopolymerisation wird auf einen Negativfilm und UV-Licht zurückgegriffen, durch die ein entsprechendes Klischee erzeugt wird. Dabei bleiben die erhabenen Anteile stehen. Alle anderen Teile werden ausgewaschen. Hierzu verwendet man in der Regel eine Art Seifenlauge. Im letzten Schritt wird dann das Klischee gehärtet.

Lasergravur

Beim Lasergravur-Verfahren wird die Flexodruckplatte aus einer vorvulkanisierten Gummiplatte gefertigt. Die entsprechenden Daten respektive Informationen werden mit einem Laser eingraviert.

Sowohl aus Gummi als auch aus Fotopolymer können Platten erstellt werden, die einen Endlosdruck ermöglichen.

Vorteile

Der größte Vorteil der Flexodruckplatten liegt sicher in ihrer breit gefächerten Verwendung. Zugleich zeichnen sie sich aber – je nach Stärke der Platte und Qualität der eingebrachten Textur – durch eine große Langlebigkeit aus.

Besonders beeindruckend ist zudem die Farb- und Druckqualität der Platten. Während man beim Druck von sogenannten Volltonflächen auf inkompressible Folien zurückgreift, werden kompressible Folien vor allem für den Rasterdruck eingesetzt. Aber nicht nur die Klebefolien, sondern auch die Stärken der jeweiligen Platten wirken sich auf die Qualität des Abdrucks aus. Dünne Plattenstärken verwendet man beispielsweise für den Rasterdruck, während sich dickere Flexodruckplatten für den Flächendruck besser eignen.

Nachteile

Im Flexodruck gefertigte Schriftstücke, zu denen beispielsweise die Tageszeitungen gehören, können beispielsweise aufgrund eines zu hohen Pressdruckes Quetschränder aufweisen. Vielfach erscheint an den so verunstalteten Rändern auch mehr Druckerschwärze. Dieses Problem tritt vor allem bei der Verwendung von Fotopolymerplatten auf.

Ist der Druck zwischen den beiden Zylindern zu gering, kann es zu einer Bläschenbildung kommen, was wiederum eine ungleiche Benetzung des jeweiligen Druckstoffes zur Folge hat.

Dass es beim Flexodruckverfahren zu keinen Schattierungen kommen kann, stellt für manchen ebenfalls einen Nachteil dar.

Flexodruckplatte - Nutzungsmöglichkeiten

Die Nutzungsmöglichkeiten von Flexodruckplatten sind sehr vielschichtig. So kommen sie beispielsweise beim

  • Drucken der Tageszeitung (vor allem in den USA, Italien und Großbritannien),
  • Bedrucken verschiedenster Folien, Papier und Pappe,
  • Bedrucken von Latexballons, Durchschreibesätzen, Tapeten, Getränkeverpackungen, Servietten sowie
  • Bedrucken empfindlicher Oberflächen

zum Einsatz. Eine Bedruckung beispielsweise von Lampen, Röhren, Ampullen, Transistoren, aber auch von Hühnereiern – die entsprechend gekennzeichnet werden müssen -, ist ebenfalls durch das Flexodruckverfahren möglich.

Auch in Abfüll- und Verpackungsautomaten kommen Flexodruckplatten zum Einsatz, desgleichen in Etikettiermaschinen. Auch beim Fomulardruck greift man auf den Flexodruck zurück, ist so doch eine besonders hohe Auflage erreichbar.

Nicht nur in großen technischen Anlagen, sondern auch in manuell zu bedienenden Geräten können Flexodruckplatten zum Einsatz kommen. Dies ist beispielsweise bei einem Abrollstempel der Fall.

Synonyme

Flexograf / Flexografin, Flexografie, Flexoklischee, Flexodruckplatte, Flexodruckstempel, Flexodruck Platte, Gummi, Fotopolymer, Fotopolymerklischee,


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