Elektrische Stempel

Manche kennen elektrische Stempel auch unter den Bezeichnungen Elektrostempel oder elektronische Stempel. Sie werden mithilfe eines Farbbandes eingefärbt. Zu diesen Modellen zählen neben dem Numeroteur auch die Datumsstempel, wobei beide auch kombiniert mit einem elektrischen Antrieb erhältlich sind. Ebenfalls werden Stempelgeräte als elektrische Stempel bezeichnet, wenn sie mittels Tintenstrahldruck die Stempeldaten elektronisch auf den Untergrund sprühen.

Aufbau

Beim elektrischen Stempel wird mit dem Finger auf einen Taster gedrückt oder aber der Beleg an einen Kontakt herangeführt. Dieser Kontakt kann mechanisch, elektrisch oder elektronisch erfolgen.
Dadurch werden der Stempel ausgelöst und der Aufdruck auf das Papier appliziert. Elektrische Stempelgeräte bringen automatisch das Datum auf. Sie werden als Zifferngruppe auf Formulare oder andere Belege gestempelt. Die Textplatte eines Elektrostempels kann bis zu 80 x 60 mm große Abdrücke produzieren, je nachdem, um welches Modell es sich handelt.

Es gibt elektrische Stempel in Form von Elektro-Datern, die über eine kombinierte Rädergruppe verfügen. Dazu zählen Numeroteure, die neben dem Datum noch die Uhrzeit und eine fortlaufende Nummerierung stempeln. Zu den Elektrostempeln zählen aber auch die elektrischen Paginierstempel, welche die Uhrzeit aufstempeln. Ein Einsatzbeispiel für diese Variante sind Ticketstempel.

Wer eine sehr starke Durchschlagskraft benötigt, sollte auf Tisch-Stempelgeräte setzen. Diese stempeln problemlos auch ganze Formularsätze mit einem einzigen Aufdruck. Je nach Wunsch können die Stempel- bzw. Textplatten individuell gestaltet werden – abhängig vom jeweiligen Modell. Wird die Stempelplatte stark beansprucht, dann ist es günstig, wenn sie aus Stahl hergestellt wird. Auch graviertes Messing ist ein sehr widerstandsfähiges Material, das höheren Belastungen standhalten kann. In den Stempel ist häufig ein Stempelkissen integriert, sodass es sich um Selbstfärbestempel handelt.

Ebenfalls zu den elektrischen Stempeln zählen seit ein paar Jahren die Inkjet-Stempel. Sie sind handlich und sehr beliebt. Sämtliche Elektrostempel lassen sich recht leicht bedienen, sind stabil und belastbar.

Vorteile

Selbstfärbestempel helfen Zeit sparen, da nicht erst der Stempel auf ein separates Stempelkissen gedrückt werden muss. Elektrische Stempel sind von Vorteil, wenn viel gestempelt werden muss. Auch die fortlaufende Nummerierung lässt sich mit einem Elektrostempel am besten realisieren. Wenn Daten von Hand eingestellt werden müssen, dann kann es vorkommen, dass das Weiterdrehen vergessen wird. Dann stimmt die gesamte Nummerierung nicht mehr.

Auch für die Bereiche, in denen fortlaufende Daten auf Papier gebracht werden müssen, ist ein elektrischer Stempel von Vorteil. Er spart Zeit und Kraft. Platten für elektrische Stempel können individuell entworfen werden. Die Stempelkörper sind einfach zu bedienen und liegen gut in der Hand. Außerdem sind sie haltbar, robust und langlebig. Die eingebauten Stempelkissen müssen nur selten ausgetauscht oder nachgefüllt werden. Die Einsatzmöglichkeiten von elektronischen Stempeln sind vielfältig. Inkjet-Modelle sind dabei besonders beliebt.

Die Stempel eigenen sich für Rechts- und Linkshänder. Sie stempeln besonders leise. Dabei ist die Anwendung kinderleicht: Der elektrische Stempel wird einfach auf die Oberfläche gezogen, die bestempelt werden soll, bevor der Auslöser (in der Regel ein roter Knopf) gedrückt wird. Modelle mit Akku sind mobil einsetzbar. Bedienfreundliche Display-Anzeigen dienen der Kontrolle des künftigen Stempelabdrucks bei einigen elektrischen Stempeln. Eine simple Menüführung erleichtert die Anwendung, indem der Stempelvorgang Schritt für Schritt beschrieben wird. Stempelmotive sind teilweise speicherbar (modellabhängig).  Stempelbilder lassen sich bei einigen Modellen schnell und simpel am PC erstellen. Die Übertragung erfolgt mittels USB-Anschluss.

Nachteile

Wenn die Tinte leer wird, sind Inkjet-Stempel nicht sofort wieder einsatzfähig. Es muss also immer eine frische Patrone bereitliegen. Die Stempel können eventuell etwas preisintensiver gegenüber Handstempeln sein. Stempelkissen von Selbstfärbestempeln entfärben mit der Zeit oder fransen aus. Dann müssen sie ersetzt werden, um weiterhin einen sauberen und ordentlichen Aufdruck zu gewährleisten. Elektrische Stempel funktionieren nur dort, wo Strom zur Verfügung steht. Bei batteriebetriebenen Modellen muss an eine neue Batterie oder einen Akku gedacht werden. Bei einigen Modellen muss auch ein PC bzw. Laptop zur Verfügung stehen, um die Stempelabdrücke zu entwerfen. Wenn das Gerät einen USB-Anschluss zur Stromversorgung nutzt, dann müssen PC/Laptop sowie Ladekabel bereitstehen.

Elektrische Stempel - Nutzungsmöglichkeiten

Elektrische Stempel können im Lagerwesen eingesetzt werden, zum Beispiel, wenn Waren zum Versand nach vorheriger Sichtkontrolle freigegeben werden sollen. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind:

  • QS-Systeme,
  • In Arztpraxen,
  • Auf Verpackungen verschiedener Produkte,
  • Als Barcode-Stempel,
  • Als Paginierstempel,
  • Als Datumsstempel,
  • Als Numeroteur,
  • Beim Wareneingang,
  • Zur Zeiterfassung,
  • In Verwaltungsbereichen,
  • Als Frankierstempel und
  • In Buchhaltungen zur Nummerierung von Gutscheinen oder Belegen.

Bietet der elektrische Stempel (Paginierer) verschiedene Möglichkeiten der Zählung, dann wiederholen sich beispielsweise Nummern, bevor weiter gezählt wird. Dadurch können Belege korrekt nummeriert werden. Es sind bis zu 20 Wiederholungen von einer Nummer möglich. Durch ein sechsrädriges Stempelwerk kann bis 999.999 gezählt werden. Fünf dieser Stellen schalten automatisch, bei der sechsten Stelle muss eine Umstellung von Hand erfolgen. Dies ist aber lediglich aller 100.000 Stempelungen erforderlich und daher ein zu vernachlässigender Umstand.

Synonyme

Elektrostempel, Elektro-Dater, Elektro-Paginierer, Elektronischer Stempel, Kassenstempel, Inkjet-Stempel, Selbstfärbestempel, elektrischer Stempel, Horray, digitaler Stempel

Verwandte Begriffe

IPPC Stempel


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